Das Land der Maya-Ruinen macht Laune! Wir haben die verdammt leckeren Tacos mit Limetten, Avocado & Co., die klaren, wuchtigen Wellen und das irrsinnig große Land und seine spanischen sprechenden Bewohner beim Backpacking in Mexiko einfach wirklich von seiner besten Seite kennen- und lieben gelernt.

Der Flug nach Mexiko ist in der Tasche, jetzt fehlen nur noch die wichtigsten Infos rund ums Reisen in Mexiko? – Welche Einreisebestimmungen gelten überhaupt für Mexiko? Wie sieht es mit der Sicherheit aus? Wie komme ich von A nach B und in welcher Preiskategorie liegen Hostelzimmer?
All unser Wissen, unsere Eindrücke und spannendsten Momente unserer sechswöchigen Mexiko-Reise wollen wir dir natürlich nicht vorenthalten, weshalb wir im kommenden Artikel nicht nur unsere Route beschreiben, sondern auch nützliche Tipps und Tricks rund ums Backpacking in Mexiko preisgeben, damit wir ein bisschen Licht ins Dunkle bringen, bevor dein Abenteuer gen Mexiko ruft. :)

Inhaltsverzeichnis

Unsere Route | Einreisebestimmungen | Sicherheit | Reisezeit & Klima |

Transport Essen | Unterkunft | Surfen | Sprache & Kommunikation

Wir starteten unsere Reise in der mexikanischen Hauptstadt Mexiko City. Da Julian für seine Arbeit einige Tage in Mexiko City verbrachte, hatten wir ausgiebig Zeit die massive Metropole zu erkunden. Für eine riesige Hauptstadt mit 22 Millionen von Einwohnern präsentierte sich Mexiko City von Beginn an von seiner Schokoladenseite. Nachdem wir alle Vorbereitungen getroffen und im mexikanischen Flughafen angekommen waren, wurden wir sehr herzlich von unserem Host unseres AirBnbs empfangen. Das Viertel, in das er uns brachte, trägt den Namen „La Condesa“ und kann wirklich nur wärmstens empfohlen werden. Rund um Condesa laden die schönsten kleinen Cafés, Alleen und lokalen Straßen-Tacos-Verkäufer ein, um das Großstadtleben in vollen Zügen zu genießen. Interessierst du dich mehr dafür, was du in und um Mexiko City erleben kannst, erfährst du hier mehr!

Backpacking in Mexiko – Unsere Route

6 Wochen Mexiko. Da bekommt man fast das Gefühl, man hätte Zeit, das ganze Land ausgiebig zu erkunden, dabei vergisst man schnell wie irre riesig Mexiko doch ist. Von der Pazifikseite zur Karibikseite zu reisen – diese Strecke ist in mehreren Etappen hinter sich zu bringen und dauert einige Stunden länger, als man sich vorstellt. Unser Tipp daher: Packe dir deine Tage nicht ganz so voll, damit du die Zeit vor Ort auch wirklich genießen kannst!

Auf dieser Karte siehst du, wie unsere sechswöchige Route schlussendlich aussah.

Mexiko City > Puerto Escondido

Nach zwölf Tagen in Mexiko City, hieß es für uns nun: Hallo Pazifik! Genauer genommen sollte Puerto Escondido unser zuhause für die nächsten Tage sein. Ab in den Flieger, stiegen wir schon eine knappe Stunde später in Puerto Escondido aus.

Für die meisten Surfer ist Puerto Escondido sicher längst ein Begriff. Falls nicht, hier ein kleiner Tipp: Vor Ort findest du den bekannten Strandabschnitt „Playa Zicatela“. Macht es klick?

Puerto Escondido

Aber nun erst einmal von Anfang an. Puerto Escondido ist ein kleiner Ort an der Ostküste Mexikos. Die Stadt selbst versprüht eher weniger Charm, dabei glänzt die kleine, am Strand endende Sandstraße in einzigartigem Flair. Winzige Taco-Stände, gemütliche Restaurants, fancy Shops und kleine Cafés umsäumen die mit Palmen versehene, sandige Straße und geben dir schon in den Morgenstunden – auf dem Weg zur ersten Surfsession des Tages – das Gefühl von Freiheit. Du fühlst dich direkt heimisch hier. Und augenblicklich liebst du, deine Zeit hier zu verbringen. Selbst wenn du nicht surfst. Und wenn doch, genießt du die Zeit vielleicht sogar noch ein klein bisschen mehr, denn Puerto Escondido ist ein interessantes Surfziel.

Puerto Escondido Mexiko

Wir verbrachten knappe 1 1/2 Wochen in Puerto Escondido. Julian paddelte unzählige Wellen an, Ani genoss indes zig frische Smoothies, wir schlenderten am Strand entlang und ließen uns beim Lagerfeuer ein, zwei oder drei Mezcal schmecken. In der Tat waren wir fast traurig, den süßen Ort wieder verlassen zu müssen. Aber Hey! Wir machten uns auf nach Oaxaca, einer Kolonialstadt im gleichnamigen Bundesstaat.

Puerto Escondido > Oaxaca

Oaxaca erreichten wir via Flug zurück nach Mexiko City und von dort wieder nach Oaxaca. Wer sich die Karte einmal angeschaut hat, denkt womöglich Sind die bekloppt? Ja, verständlich. Aber wir haben die Horrorstories schlechthin für die Busfahrt von Puerto Escondido nach Oaxaca gehört. Ein Bus voller sich übergebender Leute, deren Mägen die unzähligen Serpentinen nicht mitmachen. Die Busfahrt soll in der Tat nichts für schwache Nerven sein, weswegen wir uns schlussendlich davor gedrückt haben, in den Bus zu steigen. Und da der Flug kaum teurer als die Busfahrt war, wählten wir die doch körperlich entspanntere Alternative. ;)

Oaxaca Mexiko

Die nächsten Tage standen Besuche von örtlichen Food-Markets, biologischen Gärten und Gebäuden auf dem Programm. Unser Highlight in Oaxaca: Eine Tour zur Mezcal-Fabrik. Schließlich wollten wir wissen, wie aus Agave der leckere und berühmte Mezcal gewonnen wird.

Und weiter gehts beim Backpacking in Mexiko naaach… San Cristóbal de Las Casas.

Oaxaca > San Cristóbal de las Casas

12 Stunden Nachtbus. Klingt anstrengend, war aber viel entspannter als gedacht. Und nicht nur das. Auch bequem ist es in den Mexiko-Bussen der Gesellschaft ADO.
Am nächsten Morgen kamen wir also an der Busstation in San Cristobal an und erkundeten die nächsten Tage die kleine hippe Stadt im Bundesstaat Chiapas. Unser Zuhause für die nächsten Tage machte unserer Laune vorerst einen Strich durch die Rechnung, denn die günstig ergatterte Unterkunft entpuppte sich als eine schäbige, dreckige “Gartenhütte”, in der man keine drei Minuten verbringen wollte. Doch das Team hinter Airbnb war schnell kulant, wir konnten uns eine tolle, neue Unterkunft suchen und die Vorfreude auf San Cristobal stieg wieder.

San Cristobal de las Casas

Du kannst an einer tollen, kostenlosen Tour durch die Stadt teilnehmen, dabei über ganz San Cristobal schauen, neue Leute aus der ganzen Welt kennenlernen und vielleicht sogar Reisepartner für den nächsten Stop finden. San Cristobal bietet auch Tagestouren nach Palenque oder zu Maya-Stämmen in der Umgebung. Lass dich einfach treiben, in der Stadt läuft alles von ganz allein!

San Cristóbal de las Casas > Cancún > Isla Holbox

Die Karibik ruft! Um zur kleinen Insel an der Yucatan Halbinsel zu gelangen, musst du von San Cristobal de las Casas einmal quer durchs Land. Wieder 12 Stunden Busfahrt auf uns zu nehmen – da verließ uns die Motivation für. Zumal die Flüge günstiger waren, als die Busfahrt. Wir fuhren zum nächstgelegenen Flughafen und stiegen in den Flieger gen Cancún. Eine Nacht dort verbracht, rief der Bus nach Chiquila, von wo aus es mit der Fähre zu unserem nächsten Ziel ging: Isla Holbox! Klein, paradiesisch, fahrradfreundlich. So haben wir Isla Holbox kennengelernt.

Tipp: Vergiss hier auf keinen Fall einen Abstecher zu “Tacos Gordos” zu machen und dir den Bauch vollzuschlagen! Und Fahrräder mieten ist auch ein Muss.

Isla Holbox Mexiko

Willst du mehr zu Isla Holbox erfahren, haben wir hier einen eigenen Blogpost für dich!

Isla Holbox > Valladolid

Ist man einmal in Mexiko, lässt man sich natürlich nicht die Ruinenstätte Chichén Itzá entgehen. 1988 wurde die bedeutende Maya-Stätte von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt, 2007 zu einem der sieben neuen Weltwunder gewählt. Valladolid, eine kleine Kolonialstadt in Yucatan ist die perfekte Ausgangsposition für den Besuch von Chichén Itzá und “Las Coloradas”, den irren pinkfarbenen Seen.

Von der kleinen Insel nimmst du wieder die Fähre nach Chiquila und setzt dich über Tizimin in den Bus nach Valladolid. Nach einer insgesamt ca. dreistündigen Fahrt steigst du in der Kleinstadt Valladolid aus, in der du die nächsten Tage die örtliche Cenote Zaci besuchen oder dir die wunderschönen Fassaden der bunten mit Kopfstein gepflasterten Straßen begutachten kannst. Mit dem Collectivo gelangst du in einer Stunde zu Chichén Itzá, wo du die Pyramiden bestaunen kannst, mit einem ADO-Bus von Valladolid über Tizimin für eine Tagestour zu den Las Coloradas.

Valladolid Mexiko

Tipp: Lasse dir das Essen in dem Restaurant Hierbabuena schmecken und springe zehn Meter in die Tiefe ins Wasser der örtlichen Cenote Zaci.

Valladolid > Tulum

Die letzte Stadt ist abgehakt, da ruft doch noch mal das karibische Meer! Und wie ginge das besser, als mal wieder mit dem Bus. Für die nächsten Tage gilt das Motto: Hola Tulum!
Türkisblaues Wasser, Ruinen am Meer und Tacos über Tacos. Mit dem Fahrrad entspannt zum Strand und dort schnorcheln gehen – könnte es wirklich schöner sein?

Lasse in Tulum einfach die Seele baumeln. Dieser Ort ist perfekt, um deine Reise ruhig ausklingen zu lassen!

Backpacking in Mexiko

Tipp: Besuche unbedingt die Taqueria La Eufemia am Strand in Tulum. Halte dich (wenn du aus der Stadt kommst) bei der Gabelung rechts und folge dem Weg, vorbei an zig kleinen süßen Boutiquen und Läden bis zur Taqueria. Direkt am Strand genießt du hier die besten Tacos bei Bier und entspannter Musik. So eine tolle Zeit!

Tulum > Cancún

Cancún bedeutete für uns nichts mehr als Dreh- und Angelpunkt. Und zugleich das Ende unserer Mexiko-Reise. 6 Wochen Mexiko neigen sich leider dem Ende zu und Nicaragua klopfte an die Tür. Daher unsere Route hier noch einmal in Kurzform.

Unsere Route – kurz & knapp

Tag 1-10Mexiko City
Tag 11-18Puerto Escondido
Tag 19-22Oaxaca
Tag 23-27San Cristóbal de las Casas
Tag 27Cancún
Tag 28-31Isla Holbox
Tag 31-37Valladolid (inkl. Chichén Itzá / Las Coloradas)
Tag 37-43Tulum
Tag 43Cancún (> Nicaragua)

Reist du nach Mexiko, hast nicht direkt 6 Wochen zu Verfügung und bist unschlüssig, wie du deine Zeit vor Ort aufteilen sollst, dann schau doch gerne mal in unsere zwei- bzw. dreiwöchigen Reiseroute!

Land, Kultur & Leute in Mexiko

Einreisebestimmungen für Mexiko

Einer Einreise für deutsche Bürger steht nichts im Wege. Du benötigst weder ein Visum, noch großartig Dokumente, um Mexikos Boden unter den Füßen zu spüren. Gleiches gilt für Bürger der Schengener Staaten, Großbritannien, Japan, Kanada und der USA.

All diese Bürger können Mexiko für eine Dauer von 180 Tagen bereisen. Du erhältst im Flugzeug oder bei der Einreise eine sogenannte Touristenkarte, die FMM (Forma Migratoria Multiple), die du auch für deine Ausreise benötigst. Beim Betreten des Landes wird die Karte ausgefüllt und gestempelt, beim Verlassen muss sie wieder vorgelegt werden. Gib daher während deines Aufenthalts gut Acht, dass du die Karte nicht verlierst. Schau genauso, dass bei Einreise hier wirklich ein Datum eingetragen wurde, sonst kann es schnell zu Missverständnissen kommen.

Sicherheit in Mexiko

Wer nach Mexiko reist, ist bestimmt schon mehrfach über die Frage gestolpert, ob das Land zum reisen sicher ist. Ja, Mexiko gilt als Dreh- und Angelpunkt des Drogenhandels in Zentral- und Südamerika und einige Bundestaaten stehen komplett unter der Kontrolle der Drogenkartelle. Es stimmt auch, dass hier Jahr für Jahr infolgedessen unzählige Morde im Kauf genommen werden. Als Tourist aber hast du im Grunde genommen nichts damit zutun. Während unserer sechswöchigen Reise ist uns nie etwas passiert, auch wenn wir in einer Situation ein ziemlich mulmiges Gefühl hatten: Wir durften die Begegnung mit einer Gang typisch tattoowierter junger Männer machen, die uns auffällig beobachteten und über uns redeten. Natürlich versuchten wir uns nicht anmerken zu lassen und gingen weiter in Richtung unseres Hostels.

Wenn du ein paar Regeln beachtest, sollte dir beim Backpacking in Mexiko nichts im Wege stehen.

Sicherheit in Mexiko

In jeder größeren Stadt gibt es Viertel, die man meiden sollte. Auch so in Mexiko.

Tipp: Informiere dich vorab darüber, in welchem Viertel du dir eine Unterkunft suchen solltest und um welche Viertel du lieber einen Bogen machst.

Korruption wird in Mexiko leider überaus groß geschrieben. Die Polizei ist so korrupt wie noch nie, daher solltest du dir hier keine Scherze erlauben wie z.B. Fotos von brenzlichen Situationen machen. Verhalte dich möglichst unauffällig und du wirst nicht damit in Verbindung kommen.

Überfälle geschehen hauptsächlich in der Dunkelheit. Bestenfalls bist du nachts nicht draußen unterwegs oder aber nimmst ein Taxi, sobald es dunkel wird.

Habe immer ein Auge auf dein Gepäck. Und vor allem: Trage deine wichtigsten Dokumente (wie Kreditkarte, Reisepass etc.) in einer Bauchtasche bei dir am Körper.

Wenn du mit teurem Equipment reist (bspw. Kamera), beobachte, wer sich um dich herum befindet. Auch beim fotografieren/ filmen.

Auf der Straße ist Alkohol verboten und wird bei Verstoß hart bestraft. Tu dir daher einen gefallen und beachte dies.

Wenn doch einmal die Situation eintritt, dass du unglücklicherweise ausgeraubt wirst, leiste keinen Widerstand. All die Sachen, die von dir gefordert werden, sind von materieller Bedeutung. Gib sie ohne wenn und aber ab. Die Lage der Leute ist aussichtslos. Wenn du ihnen das gibst, was sie wollen, werden sie schnellstens abhauen.

Reise mit Menschenverstand und habe ein Auge auf deine Mitmenschen und es sollte nichts passieren. Denn die Menschen in Mexiko sind an sich sehr herzliche und nette Leute!

Reisezeit / Klima in Mexiko

Einmal vorweg: Wir haben Mexiko in der Zeit zwischen Ende Januar und Ende März bereist und hatten mehr als Glück mit dieser Reisezeit, da wir uns hinsichtlich des Wetters vorab keine großartigen Gedanken gemacht hatten. Das Klima war bis auf ein paar Ausnahmen sommerlich und Regenwolken haben wir nur vereinzelt ein paar Stunden auf uns nehmen müssen.

So wandelbar das Land der Tacos ist, so wandelbar ist auch das Klima in Mexiko. Du findest vor Ort verschiedene Klimazonen und hoch und tiefer gelegene Regionen. In den hochgelegenen Gegenden ist das Wetter deutlich milder (z.B. in Mexiko City, auf mehr als 2000m Höhe) als in den tieferen Regionen (beispielsweise Isla Holbox). Generell kannst du dich aber an folgende Faustregel halten:

In den europäischen Wintermonaten wird Mexiko dich von seiner sonnigsten Seite begrüßen, denn in diesen Monaten herrscht im Land Trockenzeit. Stell dich also auf wenige Regentage ein und sommerliche, herrlich warme Temperaturen!

Wetter in Mexiko

Liegt deine Reise innerhalb der Monate Mai bis Oktober, reist du während der Regenzeit. Wenn dir einige Regenstunden begleitet mit Schauer und Gewitter nichts ausmachen, ziehe eventuell in Betracht, deine Reise in diese Monate zu legen, denn die Preise fallen in der Nebensaison doch deutlich und die Touristenmassen an einzelnen Touristen-Hotspots fallen weg. Bedenke jedoch, dass auch in dieser Zeit die Hurrikan-Saison ausgeprägt ist. Diese hält generell von Juni bis Oktober an, wobei die tropischen Wirbelstürme präsenter im September und Oktober sind.

Im Nordwesten Mexikos herrscht wüstenähnliches Klima, während die Ostküste durch tropisches Klima geprägt ist. Der Norden Mexikos wird durch das Klima der benachbarten USA beeinträchtigt – im Sommer werden dir hier sommerliche Temperaturen versprochen, im Winter hingegen kann es gerne einmal recht frisch werden.

Beliebt ist Mexiko unter den Einheimischen in den Monaten Dezember und Januar und um Ostern herum. Die Amerikaner zieht es während ihres Spring-Breaks gerne in den Monaten März und April in die Touristenhochburg Quintana Roo. Hier explodieren die Preise gerne und Unterkünfte sollten rechtzeitig gebucht werden.

Transport in Mexiko

Transportmittel sind in so einem wahnsinnig riesigen Land wie Mexiko natürlich von großer Bedeutung. Die Infrastruktur des Landes ist relativ gut ausgebaut und macht die Fortbewegung von A nach B ziemlich einfach. Anders als in Sri Lanka nutzen Reisende in Mexiko jedoch keine Bahnen, sondern bevorzugen hauptsächlich Busse.

Bahnverkehr

Bahnen sind in Mexiko kaum ausgeprägt und entsprechend auch selten genutzt. Seit im Jahre 1990 der Bahnverkehr für den Personenverkehr nahezu komplett eingestellt wurde, existieren nur noch zwei Bahnverbindungen im ganzen Land. Die Zugstrecke “Barranca del Cobre” verläuft durch die mexikanische Gebirgsformation, die im Deutschen unter dem Namen “Kupferschlucht” bekannt ist, die andere Strecke trägt den Namen “Tequila Express” und führt durch den Bundesstadt Jalisco bis hin zur Stadt Tequila.

Transport Mexiko

Busse

Busse fahren in Mexiko in allen erdenklichen Orten. Das Busnetz ist hier besonders gut ausgebaut und das Preis-Leistung-Verhältnis sehr zufriedenstellend. Zudem fahren die Busse sowohl tagsüber, als auch über Nacht. In den meisten Städten ist das sogenannte “Terminal de Autobuses” ein wenig außerhalb vom Zentrum zu finden. Dies ist der zentrale Busbahnhof, an dem alle möglichen Fernbusse abfahren.

Generell sind die Busse in drei Kategorien einzuordnen: In die Ejecutivos, Primeras und Economicos.

Die Ejecutivos verkehren zwischen den größeren Städten Mexikos. In den modernen, meist besser als in Deutschland ausgestatteten Luxus-Bussen hat man den Komfort von verschiebbaren Liegesitzen, Sitzplatzreservierung, Klimaanlage, Toiletten, Filmen und einer großen Portion Beinfreiheit. Zudem bekommst du hier einen Snack und ein Getränk für die Fahrt.

Die Primeras stellen die erste Klasse dar. Auch hier können Sitzplätze reserviert werden und man hat einen entsprechenden Komfort. Der Bus verfügt über eine Toilette und ebenso über eine Klimaanlage.

Die Economicos – oder auch Lokalbusse – sind die zweite Klasse unter den Bussen. Es werden hier oft viele Stopps eingelegt und die Busse verkehren meist zwischen kleineren Städten und Dörfern. So zieht sich eine Strecke gern auch mal etwas länger und man trifft zunehmend auf Locals, die die Busse nutzen. Das Ticket wird hier beim Busfahrer selbst bezahlt. Reservierungen sind nicht möglich.

Tipp: Wir sind beim Backpacking in Mexiko hauptsächlich mit Bussen der Busgesellschaft ADO gefahren. Alternativ gibt es auch noch die Gesellschaft OCC. Tickets kann man hier online buchen.

Collectivos

Collectivos oder auch kleine Minibusse sind besonders weit verbreitet in touristischeren Gegenden. Der Vorteil der kleinen Minivans ist: Du kannst jederzeit ein- und aussteigen. Die Collectivos sind meist schneller als Busse, dafür aber natürlich auch etwas teurer, jedoch günstiger als Taxis. Für kleine Strecken extrem praktisch, da nach zurückgelegener Strecke bezahlt wird.

Uber

In größeren Städten wie Mexiko City kannst du via App Uber-Fahrer bestellen. Uber ist hier eine sichere und günstigere Alternative zu Taxis. Schon bei Buchung kannst du sehen, welcher Fahrer in welchem Auto dich abholen kommt und gleichzeitig siehst du seine Bewertung. Wir haben während unseres Aufenthalts in Mexiko City nur auf Uber zurückgegriffen und haben uns stets sicher gefühlt.

Taxis

Teuer sind Taxis ist Mexiko gar nicht so besonders. Jedoch solltest du bei der Taxiwahl ein wenig vorsichtig sein, denn Sicherheit sei hier ein wenig größer geschrieben. Achte auf jeden Fall immer darauf, dass das Taxi mit Taxameter ausgestattet ist.

Tipp: Halte keine Taxis an der Straße an, sondern wähle die, die an den offiziellen Taxiständen paratstehen. Alternativ kannst du dir im Hostel ein Taxi bestellen lassen.

Schiff & Fähre

Auf der Yucatan-Halbinsel fahren tagtäglich Schiffe von Playa del Carmen auf die Insel Cozumel und Fähren starten in Chiquila, um zur Isla Holbox zu gelangen.

Flugzeug

Da Mexiko als Land so unglaublich groß ist, macht es oftmals Sinn, längere Strecken per Flugzeug zu bewerkstelligen. Nicht nur sind Inlandsflüge oft sehr günstig, es wird in kürzester Zeit eine lange Strecke zurückgelegt.

Aeromexico ist die größte Fluggesellschaft Mexikos. Daneben sind wir oftmals mit Viva Aerobus geflogen, oder in ein Flugzeug von Volaris gestiegen. Besonders Volaris hat uns dabei stets nie im Stich gelassen. Zudem haben wir die Gesellschaft Aerobus als die nicht kundenfreundlichste erlebt.

Mehr zum Thema Transport in Mexiko? Hier entlang!

Essen in Mexiko

Tacos über Tacos – zurück in Deutschland wünschen wir uns die Spezialitäten aus Mexiko oft zurück. Bunt, frisch und oft mehr als scharf machen sie uns immer wieder Freude. Mit den leckersten Kräutern und verschiedensten Salsas sind die Speisen Mexicos sehr aromatisch und vielfältig.

Ob Tacos, Burritos oder Enchiladas – Mais ist immer eine wichtige Zutat in Mexiko. An sich werden bei den meisten Gerichten die typisch mexikanischen Fladenbrote aus Mais (Tortillas de maíz) verwendet. Tortillas de harina (aus Weizenmehl) gibt es jedoch zunehmend auch für Tacos.

Maistortillas werden nicht nur für Tacos genutzt, auch bei Enchiladas kommen sie auf den Tisch. Hier reden wir von gerollten frittierten Maistortillas (meist gefüllt), die in einer pikanten Sauce getränkt und manchmal mit Käse überbacken werden. Nicht unser Ding, aber probieren sollte man sie auf alle Fälle.

Essen in Mexiko

Weizentortillas sind zudem meist die Basis für Burritos und Fajitas, da sie etwas größer und vor allem weicher in der Konsistenz sind.

Limettensaft ist ein wichtiger Bestandteil für viele Gerichte, sowie natürlich Chilis, Chilis und Chilis und die gern verzehrten Bohnen (frijoles).

Im Hochland Mexikos wird mehr Fleisch verzehrt, die Küste brüstet sich mit Fischgerichten, während im Norden Mexikos die sogenannten Tex-Mex Gerichte bekannt sind. Hier ist der Einfluss von der mexikanischen und us-amerikanischen Küche – genau genommen Texas’ Küche – zu spüren. Spezialitäten werden kombiniert und Chilis, scharfe Gewürze, Fleisch und Bohnen finden gemeinsam ihren Weg auf den Tisch.

Manche hippere Restaurants bieten leckeres Agua del dia an. Hier wird das Wasser mit frischem Obst angereichert, was dem Getränk einen tollen Geschmack verleiht.

Das Prunkgetränk Mexikos ist mit Abstand der Mezcal. Ähnlich wie Tequila wird auch er aus dem Fruchtfleisch der Agave gewonnen, hat jedoch in Mexiko eine höhere Stellung als Tequila. Ein Besuch in einer kleinen Mezcalfabrik zeigt dir, wie aus der Pflanze später die verschiedensten Mezcal-Arten hergestellt werden.

Unsere Top 3 Essens-Spots in Mexiko

Tacos in La Eufemia | Tulum
Burritos in Amoki | Puerto Escondido
Tacos in El Taco Gordo | Isla Holbox

Unterkunft in Mexiko

Unterkünfte gibt es in Mexiko wie Sand am Meer. In größeren oder belebteren Städten kannst du auch gerne einmal auf ein Airbnb zurückgreifen (haben wir in Mexico City, San Cristobal & Tulum getan). Hier gibt es oft günstige Alternativen, daher ist ein Blick in die App oft sinnvoll. In jedem Ort gibt es unzählige Hostels oder aber auch Hotels, was das reisen in Mexiko relativ einfach gestaltet.

Dormroom: 10-12 EUR p.P.
Doppelzimmer im Hostel: ca. 20-25 EUR
Doppelzimmer im Hotel: ab 30 EUR aufwärts

Unterkunft in Mexiko

Mexiko ist im Vergleich zu Asien ein doch recht teures Reiseland. Was man jedoch behaupten kann: Hier bekommst du für dein Geld auch etwas geboten. Die Zimmer sind sauber und einer heißen Dusche steht nichts im Wege.

Tipp: Die Region um Yucatan und Quintana Roo sind vergleichsweise teurer als die restlichen Gegenden Mexikos. Hier kannst du gut und gerne mal 1 ½ Mal so viel zahlen, wie üblich. Hab auch ein Auge auf die Hauptsaison, in der die Preise doch sehr in die Höhe schnellen.

Surfen in Mexiko

Was wäre Backpacking in Mexiko ohne Surfen? Richtig! – Nur halb so aufregend :)
Mexiko präsentiert sich von bester Seite, wenn du die Pazifikküste anschaust. Hier findest du einen Surfspot neben dem nächsten. Uns persönlich hat Puerto Escondido von den Socken gehauen. Diese Sandstraße mit den kleinen Restaurants und Bars, die Atmosphäre direkt am Meer zu sein und die unzähligen großartigen Wellen – das kleine Dorf, an denen die Fischer abends ein Prachtexemplar für Fotografen darlegen, kann dich nur verzaubern!

Was du alles rund ums Surfen in Puerto Escondido wissen musst, erfährst du in unserem separaten Blogpost.

Sprache & Kommunikation in Mexiko

Mexiko ist das Land der spanischen Sprache. Nicht verkehrt, wenn auch du ein paar spanische Brocken auspacken kannst. Zwar wirst du mit Händen und Füßen auch auf Englisch kommunizieren können, du hast jedoch einen riesen Vorteil, wenn du ein oder zwei Sätze auf Spanisch sprechen kannst.

Tipp: Achte dabei nur darauf, dass die Mexikaner gewöhnlich nicht “duzen”, sondern “siezen”. Das ist ihre Art von du.

Besonders auf einer etwas längeren Reise ist es sinnvoll, sich eine örtlich SIM-Karte zu kaufen. Ganz so günstig sind die kleinen Dinger in Mexiko jedoch nicht. Wir haben immerhin für zwei Personen für 6 Wochen um die 60 EUR gezahlt. Dabei hast du bei dem größten mexikanischen Anbieter Telcel je nach Preiskategorie verschiedene Möglichkeiten der Staffelung. Telefoniert werden kann mit der Karte in Mexiko, Kanada und den USA.

Tipp: Gehe in einen Telcel Laden und lasse dir die Möglichkeiten zeigen. Achte nur darauf, dass du ein Auge auf die Gültigkeit der Aufladung wirfst.

So, nun bist du bestens fürs Backpacking in Mexiko vorbereitet. Oder haben wir irgendetwas vergessen? Lass’ gerne einen Kommentar da!

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